2015

Junge Feuerwehrler im Wissenstest: “Ihr seid die Zukunft”

Feuerwehr-Gerätehaus und Jugendheim Pankofen Schauplatz der Prüfung 2015 – Mädchenquote bei über 28 Prozent

Bay. Wissenstest_2015

“Organisation der Feuerwehr und Jugendschutz”. Unter diesem Thema stand der bayerische Wissenstest der Jugendfeuerwehr in diesem Jahr. Getreu dem Motto “Retten, Löschen, Bergen, Schützen” sind auch die Jugendfeuerwehrler aus dem Landkreis Deggendorf bzw. aus dem Bereich von Kreisbrandinspektor Erwin Wurzer, stets bemüht, sich weiter zu bilden, um später einmal gute Feuerwehrmänner und –frauen zu werden. Am Samstagvormittag, 17. Oktober, nahmen 233 Jugendliche am Wissenstest teil. Unter den Teilnehmern befanden sich: Simon Jahrstorfer, Sebastian und Johannes Brandl (Gold), Katrin Streibl, Andreas und Thomas Lechner (Silber).
Dabei hatten die Mädchen und Jungen Aufgaben aus den Bereichen Allgemein- und Feuerwehrwissen, Nachrichtenübermittlung, Erste Hilfe, Verkehrserziehung und vorbeugender Brandschutz zu erfüllen. Dienstgrade und wasserführende Armaturen, wie Strahlrohre, Saug- und Druckschläuche sowie Kupplungsschlüssel und Verteiler sollten zugeordnet und verschiedene Seilknoten richtig gebunden werden.
“Was ist zu tun, wenn man an eine Unfallstelle kommt?”, “Wie ist das Vorgehen am Unfallort?”, “Woraus besteht die Notfalldiagnose?” Zum Thema “Erste Hilfe” musste nach einer kurzen Theorie bei einem “Verletzten” die Seitenlage demonstriert werden. Außerdem war nach einer verletzten Person zu suchen. Das Jugendheim wurde für die Prüfung kurzerhand in eine “Leitstelle” umfunktioniert, in der das “Absetzen eines Notrufs” abgefragt wurde.
Fragen nach den Funktionen der Kommandomitglieder, nach der Notrufnummer der Feuerwehr und nach der Länge eines C-Druck-Schlauches konnten von den Jugendlichen perfekt beantwortet werden. Schließlich hatte der engagierte Feuerwehr-Nachwuchs mit den Jugendwarten in den letzten Wochen fleißig dafür geübt. Souverän antworteten die Teilnehmer auf die Fragen der verschiedenen Kreisbrandräte, -Inspektoren und -Meister. Am Ende des Wissenstests konnten sich die Jugendlichen über die Auszeichnung mit einer Anstecknadel in Bronze, Silber oder Gold freuen.
Auch Bürgermeister Erich Schmid besuchte die Prüflinge und gratulierte ihnen zum bestandenen Test. Als “unsere Zukunft” bezeichnete Schmid die Jugendlichen, ohne die die Feuerwehren nicht weiter bestehen könnten. Auch Kreisbrandinspektor Erwin Wurzer und Pankofens stellvertretende Kommandantin und Brandschutzerzieherin Verena Schmid gratulierten den Jugendlichen, als sie die Abzeichen verliehen. Beide zeigte sich begeistert von der hohen Teilnehmerzahl. Wurzer sprach den Jugendlichen ein großes Lob für tolle Ergebnisse aus. Im Übrigen bedankte er sich bei den Schiedsrichtern und Helfern sowie der FF Pankofen für die Bewirtung.
Folgende Funktionsträger haben beim Wissenstest als Schiedsrichter fungiert: KBM Christoph Thiele, KBM Jürgen Kainz, KBM Xaver Altschäffl, KBM Josef Fritsch, KBM Konrad Seis, Ehren-KBM Gerhard Münnich, die stellertretende Kreisfrauenbeauftragte Sandra Pöschl sowie die Kommandanten Fabian Rankl, Verena Schmid, Helmut Leberfinger und Josef Eineder.
Folgende Jugendgruppen unterzogen sich dem Wissenstest: Lailling, Michaelsbuch, Otzing, Pielweichs, Plattling/Pankofen, Steinkirchen, Stephansposching, Aholming, Tabertshausen, Wallerfing, Anning, Forsthart, Galgweis, Göttersdorf, Kirchdorf, Künzing, Langenamming, Oberndorf, Wallerdorf, Aicha an der Donau, Altenmarkt, Haardorf, Langenisarhofen, Moos, Osterhofen, Thundorf, Schöllnstein, Frohnstetten, Hengersberg, Natternberg-Rettenbach und Schaufling.

Ehrenamt soll Schule machen

Feuerwehr unterstützt Landkreis-Aktion für engagierte Mittelschüler

Simon Jahrstorfer (15, l.) und Thomas Lechner (14), Mitglieder der Jugendfeuerwehr Langenamming, nahmen am Landkreis-Projekt  „Ehrenamt mach Schule“ teil.
Simon Jahrstorfer (15, l.) und Thomas Lechner (14), Mitglieder der Jugendfeuerwehr, nahmen am Landkreis-Projekt „Ehrenamt mach Schule“ teil.

Wasser marsch auf dem Dorfplatz von Langenamming. Die Jugendgruppe der Ortsfeuerwehr ist an diesem heißen Mittwochabend, 03. Juni, gerade beim Üben. Mit dabei sind die Nachwuchskräfte Thomas Lechner (14) und Simon Jahrstorfer (15), deren freiwilliger Einsatz sich bald auszahlt. Die Mittelschüler erhalten Ende Juli Ehrenamtszertifikate. Für ihre Teilnahme an der Landkreis-Aktion „Ehrenamt macht Schule“ (EmS) für Mittelschüler. Wer ein Ehrenamtszertifikat hat, erhöht seine Chancen bei Bewerbungen.
Für ein Zertifikat verdient gemacht haben sich nicht nur Thomas und Simon. Projektleiterin Sieglinde Gotzler vom Landratsamt hat seit dem Beginn von EmS 2011 schon viele Mittelschüler für ihr Ehrenamt ausgezeichnet. Sie alle haben ein Schuljahr lang mindestens 50 Stunden ehrenamtlich gearbeitet. Zum Beispiel lasen sie den Bewohnern von Seniorenheimen vor, pflegten den Sportplatz von Fußballvereinen oder erarbeiteten für den Kreisjugendring ein Ferienprogramm.
Kommandant Josef Eineder überzeugt EmS. „Die jungen Leute helfen unserer Feuerwehr und kommen beruflich vorwärts – besser geht’s nicht“, findet der Kommandant. Im Osterhofener Raum läuft die EmS-Aktion seit diesem Schuljahr – in Zusammenarbeit mit bisher knapp 15 Vereinen und Institutionen. Projektleiterin Gotzler hofft, EmS in Zukunft auch für Realschüler und Gymnasiasten anbieten zu können.
Gotzler ist überzeugt, die meisten dieser Schüler wären für die Aktion ähnlich schnell zu haben wie Thomas und Simon. Neben dem Spaß an der Feuerwehrarbeit gab es für die Jungs übrigens einen weiteren guten Grund, bei EmS mitzumachen. Am 28. Juli, dem Tag der Zertifikats-Übergabe im Landratsamt, bekommen die beiden schulfrei.

Die Jugendgruppe der Feuerwehr Langenamming beteiligte sich bei „Ehrenamt macht Schule“. Projektleiterin Sieglinde Gotzler (v. l.) freut sich über das Engagement der Wehr, vertreten durch Kommandant Josef Eineder und Jugendwart Anton Streibl.
Die Jugendgruppe der Feuerwehr Langenamming beteiligte sich bei „Ehrenamt macht Schule“. Projektleiterin Sieglinde Gotzler (v. l.) freut sich über das Engagement der Wehr, vertreten durch Kommandant Josef Eineder und Jugendwart Anton Streibl.

Jugendfeuerwehr beweist Wissen und Können

160 Wehrleute stellten sich im Rettungszentrum der Prüfung zum Oberösterreichischen Wissenstest

Schwierige Fragen hatten 160 Jungfeuerwehrkameraden aus der Kreisbrandinspektion des Landkreises Deggendorf am Samstag, 14. März zu lösen: Im Rettungszentrum stellten sie sich unter der Leitung von Kreisjugendwart Gerhard Münnich den Prüfungsaufgaben des Oberösterreichischen Wissenstest, um eine Auszeichnung in den Stufen Bronze, Silber und Gold zu erhalten. Eine gute Ausbildung attestierten KBI Erwin Wurzer und Bezirksfeuerwehrkommandant Oberbrandrat Fritz Prenninger Ried im Innkreis (OÖ) den Prüflingen und Ausbildern bei der Vergabe der Prüfungszeugnisse und forderte diese auf, den eingeschlagenen Weg des “Helfens” im Feuerwesen weiter zu verfolgen. Johannes und Sebastian Brandl, Andreas und Thomas Lechner sowie Katrin Streibl stellten am Samstagnachmittag nach vorhergehender Ausbildung durch die Jugendwart Anton Streibl den kniffligen Fragen der Prüfungskommission. In Theorie und an zehn im Feuerwehrgerätehaus aufgebauten Stationen mussten sie den aus dem Landkreis und Ried im Innkreis (OÖ) bestehenden Prüfungsabnehmern Rede und Antwort stehen. Je nach abzulegender Leistungsstufe musste der Absolvent Fragen zu allgemeinem Feuerwehrwissen, wasserführenden Armaturen, Kleinlöschgeräten, vorbeugendem Brandschutz, Seilknoten, Nachrichtenübermittlung, Verkehrserziehung, Erster Hilfe, Orientierung im Gelände und gefährlichen Stoffe beantworten. Die richtige Lösung ergab einen Punkt, die erreichte Punktezahl wurde im Prüfungsprotokoll vermerkt und vom Prüfer abgezeichnet. Nach Auswertung des Prüfungsbogens wurde das Ergebnisse in das Dienstbuch des Jugendfeuerwehrkameraden eingetragen und bei Bestehen der Verleihung zugeführt. Die entsprechende Prüfungsfrage durften die Kandidaten selbst ziehen. Kreisjugendwart Gerhard Münnich meldete daraufhin im Hof der Feuerwehr den führenden Feuerwehrfunktionen die angetretenen Prüfungsteilnehmer zur Zeugnisvergabe. Ihnen gratulierten auch Abschnittskommandant Brandrat Hans Wimmer, stellvertretender Landesbewerbsleiter Hauptamtswalter Herbert Hein (alle Ried/ OÖ), KBR Alois Schraufstetter, Bezirksjugend-Betreuer Herbert Hein, KBI Bernhard Süß, Ehrenkreisbrandrat Leopold Schmid, Ehrenkreisbrandinspektor Klaus Heller und der Kommandant der Stadtwehr, KBM Manfred Ziegler. Dank gesagt hat die Feuerwehrführung Kreisjugendwart Gerhard Münnich: Er übernahm zum letzten Mal die Leitung und Organisation des Wissenstestes.

„Amminger“ erfolgreich bei FF-Jugendflamme                   

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Fünf Jugendliche haben sich am Samstag, 24. Januar an der Abnahme der Jugendflamme im Rettungszentrum in Osterhofen beteiligt. Dies ist ein Ausbildungsnachweis der Deutschen Jugendfeuerwehr, die sich in drei Stufen, gestaffelt nach dem Alter, gliedert. Jugendwart Anton Streibl und Kommandant Josef Eineder brachten in zahlreichen Abendstunden den Jugendlichen das Wissen und die Fertigkeiten der Jugendflamme bei. In Stufe 1 – absolviert von Katrin Streibl – wurden unter anderem die Zusammensetzung des Notrufes, Helfen durch Betreuung, Vorgehen bei Brandverletzungen abgefragt. Es waren vier Knoten und Stiche anzufertigen sowie ein Verteiler zu erklären und Strahl – und Hohlstrahlrohre zu beschreiben. Im praktischen Teil nach der Bayerischen Jugendleistungsprüfung müssten zwei Saugschläuche vom “Wassertrupp” und dem “Schlauchtrupp” richtig gekuppelt werden. Johannes und Sebastian Brandl, Andreas und Thomas Lechner legten Stufe zwei ab. Hier waren unter anderem wesentliche Merkmale von Löschfahrzeugen zu erklären, und der Fragebogen zur Sicherung der Einsatzstelle, Eignung von Löschmitteln, Brandklassen und Kemlerzahlen richtig auszufüllen. “Setze ein Standrohr bei einem Unterflurhydranten!” lautete die zweite Aufgabe und von den Jugendlichen war fundiertes Wissen über einen Wasserlöscher, einen Pulverlöscher und einen CO2 – Löscher gefragt.