Übungsberichte

Feuerwehren simulieren Waldbrand 

Gemeinschaftsübung mit rund 50 Einsatzkräften in Langenamming 

Ein Waldstück fängt Feuer, die Flammen drohen auf einen Betrieb überzugreifen. Mit diesem Szenario waren am 9. Juni 2017 rund 50 Feuerwehrkräfte konfrontiert – in Langenamming, wo die hiesige Feuerwehr mit den Nachbarwehren aus Altenmarkt und Untergessenbach eine Feuerwehrübung durchführte. Die Einsatzkräfte bauten in kurzer Zeit eine Löschleitung auf, umzingelten mit ihren Schläuchen das Brandobjekt. Dieses war wegen seiner Hanglage schwer zu erreichen, hätte es an dem Abend wirklich gebrannt, hätte Wind die Arbeit der Feuerwehrkräfte zusätzlich erschwert.

Am Ende, bei einer Übungsbesprechung im Langenamminger Feuerwehrgerätehaus, lobten Einsatzleiter und Langenammings Kommandant Markus Frammersberger sowie Kreisbrandrat und Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender Konrad Seis die Einsatzkräfte. Seis bedankte sich besonders bei den jungen Übungsteilnehmern, sie seien die Zukunft der Feuerwehr. In dem Bereich des Landkreises, für den Kreisbrandmeister Seis zuständig ist, wird heuer laut Verbandshomepage noch sechs Mal gemeinschaftlich geübt, das nächste Mal am 14. Juli in Wallerdorf.

Leistungsschau mit 150 Einsatzkräften

Feuerwehren zeigten in Langenamming, wie man Unfall-Auto öffnet oder Brand löscht

Vertreter aus Feuerwehrwesen und Kommunalpolitik eröffneten die Leistungsschau der Feuerwehr Langenamming um Kommandant Josef Eineder (l.) und Vorstand Xaver Eckl (r.). Mitorganisiert hatte die Veranstaltung Kreisbrandmeister Konrad Seis (2. v. l.).
Vertreter aus Feuerwehrwesen und Kommunalpolitik eröffneten die Leistungsschau der Feuerwehr Langenamming um Kommandant Josef Eineder (l.) und Vorstand Xaver Eckl (r.). Mitorganisiert hatte die Veranstaltung Kreisbrandmeister Konrad Seis (2. v. l.).

Zwölf Feuerwehren sind am Sonntag, 25. September 2016 in Langenamming zusammengekommen, um ihre Arbeit der Öffentlichkeit vorzustellen. Die Leistungsschau war der Abschluss der Aktionswoche des Landesfeuerwehrverbands. Rund 150 Feuerwehrkräfte demonstrierten zum Beispiel, wie man ein Unfall-Auto öffnet oder einen Brand löscht. Organisiert hatten die Veranstaltung die Feuerwehr Langenamming und Kreisbrandmeister Konrad Seis. Wichtig war es ihnen, die Schau interaktiv zu gestalten: So konnten die Besucher mit einer Drehleiter fahren, an einem Spiel teilnehmen, bei dem man mit dem Strahl eines Feuerwehrschlauches einen Fußball lenkt, oder einen brennenden Grill löschen. Auf dem Dorfplatz in der Ortsmitte hatten die Veranstalter ein Plakat aufgehängt, auf dem stand: “Wenn die Katastrophe kommt, sind wir bereit. Komm, hilf mit!” Einen ähnlichen Appell richtete Kreisbrandinspektor Erwin Wurzer im Grußwort an den FF-Nachwuchs: “Ihr müsst uns mal ersetzen. Mehr werden wir leider nicht.” “Wir brauchen euch!”, unterstrich auch stellvertretender Landrat Roman Fischer vor den Einsatzkräften. Fischer hob außerdem den Wert der Leistungsschau hervor. Sie zu veranstalten, sei “eine sehr gute Idee”, lobte auch Osterhofens stellvertretender Bürgermeister Thomas Etschmann. Ein Gastronomiebetrieb versorgte die Gäste mit Essen, die Bewirtung mit Getränken übernahm die Feuerwehr Langenamming. Der Verein spendet seine Einnahmen aus der Veranstaltung den Opfern der Flutkatastrophe im Landkreis Rottal-Inn.

Rund 150 Feuerwehrkräfte demonstrierten bei der Leistungsschau der FF Langenamming ihr Können beim brandlöschen und bei der Bergung
Rund 150 Feuerwehrkräfte demonstrierten bei der Leistungsschau der FF Langenamming ihr Können beim brandlöschen und bei der Bergung
Die Feuerwehrjugend aus Anning und Kirchdorf führte einen Löschangriff vor.
Die Feuerwehrjugend aus Anning und Kirchdorf führte einen Löschangriff vor.
Die Jugendfeuerwehr hatte beim „Wasserball“ viel Spaß.
Die Jugendfeuerwehr hatte beim „Wasserball“ viel Spaß.

Hitze- statt Flammenschlacht

Heißes Wetter erschwert bei Brand-Simulation auf Bauernhof Arbeit der Feuerwehrkräfte

Lagebesprechung mit KBM Konrad Seis und BrandlaiderLudwig Feldmeier (re.): Einsatzleiter Josef Eineder (li.)  gab bei der Großübung seines Vereins im Weiler Bruderamming den Takt vor.
Lagebesprechung mit KBM Konrad Seis und Brandlaider Ludwig Feldmeier (re.): Einsatzleiter Josef Eineder (li.) gab bei der Großübung seines Vereins im Weiler Bruderamming den Takt vor.

Dass das Wetter am Freitagabend, 12. Juni 2015, heiß und trocken war, passte den Initiatoren der Großübung der Feuerwehr Langenamming. Denn so wurde das Übungsszenario – ein hitzebedingter Bauernhofbrand im Weiler Bruderamming – noch realistischer.
Die 131 Einsatzkräfte verlegten Löschleitungen, bargen vermisste Personen – und kämpften mit der Hitze. Nur Markus Stern von der Feuerwehr Osterhofen schwitzte kaum. Der Wind erfrischte den 20-Jährigen bei seiner Fahrt auf einer Lösch-Drehleiter. Aus 15 Metern Höhe löschte Stern und verfolgte, wie die acht teilnehmenden Wehren den Vierseithof schnell umzingelt hatten: Die Feuerwehren von Langenamming, Altenmarkt, Osterhofen, Anning, Kirchdorf, Künzing, Untergessenbach und Wallerdorf spritzten Wasser aus einem Weiher auf den Hof von Brandlaider Ludwig Feldmeier. Im Hofinneren befreiten die Einsatzkräfte verunglückte Personen aus Hallen.
Langenammings Feuerwehr-Kommandant Josef Eineder koordinierte die Übung. Dass an ihr viele junge Feuerwehrkräfte teilnahmen, freute Eineder. Genau wie Konrad Seis, Kreisbrandmeister und Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands. Seis attestierte den Übungsteilnehmern „saubere und schnelle Arbeit“.
2007 fand das letzte Mal eine Feuerwehrübung auf dem Bauernhof statt. Er ist in ein weitläufiges und etwas unebenes Geländeumfeld eingebettet und hat nur eine Zufahrt. Im Ernstfall wäre das ungünstig, waren sich die Feuerwehrkräfte bei einer Nachbesprechung im Obergessenbacher Gasthaus Kirschner einig.
An dieser nahm auch Feuerwehrmann Markus Stern teil. Nach dem offiziellen Part kam der Teil, den der junge Mann bei Übungen nicht missen möchte: Das gemütliche Beisammensein.

Markus Stern (20) von der Feuerwehr Osterhofen konnte sich bei der Fahrt auf einer Lösch-Drehleiter vom Wind erfrischen lassen.
Markus Stern (20) von der Feuerwehr Osterhofen konnte sich bei der Fahrt auf einer Lösch-Drehleiter vom Wind erfrischen lassen.

Löschangriff auf die Schreinerei Krenn
Eine Staubexplosion als Übungsszenario – 112 Kräfte aus acht Feuerwehren im Einsatz

Ein Arbeiter wird beim Verladen unter Brettern begraben und muss unter großer Anstrengung von den Wehrmännern gerettet werden.
Ein Arbeiter wird beim Verladen unter Brettern begraben und muss unter großer Anstrengung von den Wehrmännern gerettet werden.

Staubexplosion in der Schreinerei Krenn: Begleitet von Blaulicht und Sirenengeheul tasten sich die Atemschutzträger in die Werkhalle vor. Dicker Rauch erschwert die Suche nach verletzten Arbeitern. Wenig später wird der erste Bewusstlose auf einer Trage ins Freie gebracht. Eine Fahrt ins Krankenhaus gibt es jedoch nicht − handelt es sich bei dem Übungseinsatz am Freitagabend, 13.07.2012 lediglich um eine Simulation. Doch im Ernstfall wäre man gut aufgestellt gewesen, lobte Kreisbrandmeister Konrad Seis die 112 Wehrmänner der Feuerwehren Langenamming, Altenmarkt, Anning, Kirchdorf, Künzing, Osterhofen, Untergessenbach und Wallerdorf. Sie hatten unter der Einsatzleitung von Langenammings Kommandant Josef Eineder den Holzbaubetrieb in Rekordtempo von allen Seiten umzingelt. Aus Hydranten und dem nicht weit entfernten Maginger Löschweiher wurde Wasser angesaugt und zum Brandobjekt weitergeleitet. Die Wehr aus Osterhofen setzte ihre ausfahrbare Drehleiter ein, um ein Opfer, das es nicht mehr nach unten geschafft hatte, vom Späne Turm der Schreinerei zu holen. „Staubexplosionen können unberechenbar sein“, weiß KBM Seis. Damit es knallt müssen drei Dinge zusammenkommen. Staub, Sauerstoff und eine Zündquelle. Nur in der richtigen Mischung sind Luft und Staub explosiv. Doch in Schreinereien lauern noch mehr Gefahren, demonstrierten die Initiatoren der Übung, (siehe Bild oben): Auch diese Bergung sei professionell verlaufen, waren sich die Einsatzkräfte bei der Nachbesprechung im Gasthaus Kirschner in Obergessenbach einig.

Üben für effektivere Arbeit im Ernstfall
Brandschutzwoche abgeschlossen – Auch Technische Hilfeleistung war gefordert

224 Einsatzkräfte von 13 Feuerwehren haben sich am Sonntag, 27. September 2009 an der groß angelegten Übung in Langenamming beteiligt. Ihnen bot sich mit einem Wohnhausbrand sowie einem Verkehrunfall mit verletzten Personen im Unfallfahrzeug ein besonderes Szenario, das ihr volles Leistungsvermögen erforderte.
224 Einsatzkräfte von 13 Feuerwehren haben sich am Sonntag, 27. September 2009 an der groß angelegten Übung in Langenamming beteiligt. Ihnen bot sich mit einem Wohnhausbrand sowie einem Verkehrunfall mit verletzten Personen im Unfallfahrzeug ein besonderes Szenario, das ihr volles Leistungsvermögen erforderte.

Bei der Einsatzbesprechung im Gasthaus Kirschner in Obergessenbach sprach der Langenamminger Kommandant Josef Eineder ein Grußwort, dankte Johann Hartl fürs Traktor-Ausleihen am Unfallort und gratulierte Kreisbrandmeister Konrad Seis zu seinem Geburtstag, der an diesem Tag erst später feiern konnte. Das Geburtstagskind Seis erläuterte den Ablauf der Geschehnisse. Zunächst geriet ein Wohnhaus in Flammen, dann krachte ein Autofahrer, der sich von den Geschehnissen am Brandobjekt hatte ablenken lassen, mit seinem Fahrzeug in einen Traktor mit angehängtem Ackerpflug. Der Bulldogfahrer ergriff voller Panik die Flucht, ließ die schwer verletzten Personen im Unfallfahrzeug zurück und versteckte sich im Dorf. Insgesamt vier Wasserleitungen waren am Sonntag gegen Mittag zum brennenden Wohnhaus verlegt worden: Zwei vom Löschweiher aus, außerdem wurden zwei Hydranten angezapft. Dabei wurden mit den Leitungen bis zu 450 Meter überbrückt. Während der Wohnhausbrand rasch unter Kontrolle gebracht werden konnte, kümmerten sich Feuerwehren und sechs Einsatzkräfte des BRK um die Verletzten beim Autounfall. Da der Pkw unter dem Ackerpflug eingeklemmt war, mussten zunächst Türen und Dach des stark beschädigten Fahrzeugs entfernt werden. Erst dann konnten die Einsatzkräfte die Personen auf dem Rücksitz retten. Gleichzeitig galt es, den flüchtigen Traktorfahrer zu suchen. Nachdem dieser gefunden war, wurde er in die Obhut der BRK-Einsatzkräfte gegeben. Kreisbrandmeister Seis und Einsatzleiter Eineder zeigten sich sehr zufrieden mit dem Ablauf der Übung. Es habe sich gezeigt, dass die Löschwasserversorgung ausreichend sei. Die beiden dankten besonders Ludwig Feilmeier, der das Brandobjekt zur Verfügung gestellt hatte. Feilmeier spendierte nach der Übung zudem eine Brotzeit beim Bauerwirt. Stadtrat Xaver Eckl stellte fest, dass die Feuerwehr stets da sei, wenn sie gebraucht werde. Schauspielerisches Talent hatte Eckl beim Übungseinsatz bewiesen: Der Stadtrat und Feuerwehrvorsitzende hatte auf einzigartige Weise den Bulldogfahrer auf der Flucht verkörpert. Landrat Bernreiter erklärte, dass die Feuerwehrarbeit für die Sicherheit der Bürger von großer Bedeutung sei, zudem lobte er die Einsatzbereitschaft der Feuerwehrleute. Kreisbrandrat Leopold Schmid wies auf bevorstehende Motorsägenkurse speziell für Feuerwehrleute hin. An der Übung beteiligten sich neben der Wehr aus Langenamming auch Kameraden aus Anning, Untergessenbach, Kirchdorf, Göttersdorf, Gergweis, Galgweis, Oberndorf, Forsthart, Wallerdorf, Künzing, Altenmarkt und Osterhofen. Als Zuschauer verfolgten Kreisbrandinspektor Klaus Heller, die Kreisbrandmeister Xaver Altschäfl, Josef Fritsch und Erwin Wurzer, BRK-Einsatzleiter Kai Kellermann sowie Stadtrat und Feuerwehrvorsitzender Alfons Kastenmeier das Geschehen.

Einsatz für Zwei- und vierbeinige Helfer
Inszenierter Waldbrand bei Glucking: Reservisten und Feuerwehrmänner üben bei Katastrophenschutz-Ausbildung

800 Meter Löschwasserleitung hatten Reservisten zusammen mit den Feuerwehrleuten im Hartwald zu verlegen.
800 Meter Löschwasserleitung hatten Reservisten zusammen mit den Feuerwehrleuten im Hartwald zu verlegen.

Acht Hunde sind am Samstag, den 29. März 2008 durch den Hartwald bei Glucking gestreift. Die Nasse dicht am Boden, folgten sie einer wichtigen Spur – die Spürhunde der Rettungshundestaffel Bayerwald unterstützten Feuerwehrmänner und Reservisten bei einer groß angelegten Waldbrandübung anlässlich eines Ausbildungstages im Katastrophenschutz. Sehr realistisch setzten die Organisatoren, 2. Kommandant Max Hupfloher von der Feuerwehr Osterhofen und sein Führungsstab, die Dienstveranstaltung der Reservisten in Szene. Die Teilnehmer aus dem Kreisverband Deggendorf/Straubing/Bogen mussten dabei einem Waldbrandeingesetzte Feuerwehrmänner bei der Brandbekämpfung und der Suche nach vermissten Personen unterstützen. Die Leitung übernahm Hauptmann der Reserve Karlheinz Michl. Das Szenario: Ein außer Kontrolle geratener Waldbrand in einem schwer zugänglichen Waldstück an der Nordseite des Hartwalds bei Glucking. Um den Flammen Herr zu werden, mussten die Reservisten gemeinsam mit den Feuerwehrmännern eine 800 Meter lange Löschwasserversorgung vom Löschteich Eder zum Brandherd im Hartwald verlegen. Am simulierten Brandherd warteten bereits drei Angrifftrupps mit Strahlrohre auf ihren Einsatzbefehl “Wasser marsch”. Erwartungsgemäß gab es keine Löschkomplikationen, die Pumpen arbeiteten einwandfrei, die Schläuche hielten die feuertechnische Unterstützung zur Brandbekämpfung war gesichert. Zusätzlich musste nach sechs im Brandfeld vermissten Personen gesucht werden. Dazu wurden acht Suchhunde der Rettungsstaffel Bayerwald eingesetzt. Das weitläufige Waldterrain wurde über Satellit auf dem Monitor abgesteckt und nach einem festgelegten Zeitplan mit Hundeführer, Rettungsassistenten und Reservistenkameraden abgesucht. Beeindruckend für Helfer und Beobachter war die zielsichere Aufnahme menschlicher Witterung durch die Suchhunde. Jene waren zwar in Rasse und Charakter verschieden, ihre Spürnase aber vortrefflich. Ohne langes Zögern, die Nasen unentwegt am Boden, führten sie die Retter in Windeseile zu allen im tiefen Gehölz verirrter, brand- oder rauchverletzten Personen. Diese wurden von den Rettern erstversorgt, um dann, falls nötig auf Tragen, zum Ausgangspunkt befördert zu werden. dort standen für die Verletzten Rettungswagen und medizinische Versorgung bereit. Als erfolgreich gelöst sah Kreisvorsitzender Karlheinz Michl die Aufgabenstellung der Feuerwehr Osterhofen und ihrer unterstützenden Wehren bei der Übungsbesprechung an. Diese hätten ein wirklichkeitsnahes Katastrophenszenario gestellt. Etliche Tage hatten Hupfluher und sein Team über dem Konzept der Ausführung zum Katastropheneinsatz “Waldbrand in Glucking” getüftelt. Michl begrüßte zu der Dienstveranstaltung 38 Reservisten, Kreisbrandmeister Konrad Seis und die unterstellten Feuerwehren Osterhofen, Altenmarkt, Anning, Kirchdorf, Untergessenbach und Langenamming sowie das achtköpfige Einsatzteam des BRK Osterhofen mit Erwin Kaupa. KBM Konrad Seis wies die Einsatzkräfte in ihre Aufgaben ein. Kreisbrandrat Leopold Schmid, stellvertretender Kommandant Max Hupfloher und Gruppenführer Oliver Weininger sprachen zu Richtlinien der Brandbekämpfung, zeigten Bildmaterial über eine aus der Luft geführte Löschaktion und erläuterten die Örtlichkeiten.