Motorsägen Lehrgang

Wenn das Holz unter Spannung steht

Gerätewart Tobias Jahrstorfer absolvierte Motorsägen Lehrgang

Unser Bild zeigt Ausbilder Sebastian Raum (li.) mit den Teilnehmern des Motorsägen Lehrgangs.
Unser Bild zeigt Ausbilder Sebastian Raum (li.) mit den Teilnehmern des Motorsägen Lehrgangs.

Die Aus- und Weiterbildung bei den Feuerwehren ist unumgänglich, um im Ernstfall die nötigen Maßnahmen treffen zu können. So wurden die Kameraden beim Motorsägen Lehrgang nach GUV-I 8624 Modul eins und zwei zum Schneiden von liegendem und unter Spannung stehendem Holz unterwiesen. Nach Begrüßung im Feuerwehrgerätehaus Forsthart, durch Lehrgangsleiter Sebastian Raum von der Feuerwehr Plattling, fand die theoretische Ausbildung statt. Dabei wurden die gesetzlichen Vorgaben, die Handhabung der Motorsäge und deren Bestandteile, die Vorgehensweise zur Schnittführung und die richtige Beurteilung vom liegenden Holz mit Spannung durchgenommen. Nach der Abnahme der theoretischen Prüfung am Samstagvormittag, 19. November 2016, ging man in den praktischen Teil über. Hierzu wurde ein Holzverspannungssimulator vom KFV Straubing ausgeliehen. Als Hilfsausbildung fungierte Florian Müller von der Feuerwehr St. Englmar, der den Simulator betreute. Mit diesem Gerät können ganze Stämme in jede beliebige Richtung vorgespannt werden, um den Teilnehmern so die richtige Technik zum Schneiden mit der Motorsäge vermitteln zu können. Nach mehreren Übungsstunden an diesem Gerät wurde die praktische Prüfung abgelegt. Zum Abschluss des Lehrgangs wurden die Teilnehmer ins Gasthaus „Hanslwirt“ in Forsthart zur Verleihung der Teilnehmerurkunden eingeladen.

Sturmschäden gefahrlos beseitigen

Kurs der Feuerwehrler zur Sicherheit bei der Holzarbeit

Motorsäge-2007

Der Orkan Kyrill hat große Schäden hinterlassen. Die Aufarbeitung derselben ist schwierig und gefährlich. Umso begrüßenswerter ist deshalb die Initiative der Feuerwehr Langenamming um ihren rührigen Kommandanten Josef Eineder zu bewerten, die für ihre Mitglieder am Freitag, 16. und Samstag, 17. Februar 2007 einen Kurs zur Beseitigung der Sturmschäden angeboten hatte. Die organisatorische Leitung lag bei Forstamtsrat Georg Richthammer von der Forstdienststelle in Forsthart, während der Forstwirt Thomas Peter, der zugleich Forstingenieur ist, unterrichtet und den praktischen Teil übernahm. Die beiden Fachleute betonten, dass die zweitägige Ausbildung nur einen Grundkurs darstelle. Josef Gölzhäuser von der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Niederbayern/Oberpfalz übernahm den theoretischen Teil und führte die elf Teilnehmer in die Unfallverhütungsvorschriften und in die Theorie ein. Während der erste Kurstag der Theorie und den notwendigen Vorarbeiten sowie der Ausrüstung und deren fachmännischer Pflege gewidmet war, stand am zweiten Tag die Praxis im Vordergrund. Der theoretische Teil am Freitag stellte die Schwierigkeiten und Gefahren bei der Aufarbeitung von Sturmwürfen in den Mittelpunkt. Zu nennen sind hier die schlechte Begehbarkeit, Holz in Spannung, Bäume im Verhau, so genannte “angeschobene” Bäume, hängende Kronenteile, wipfellose Schaftstücke, umgeschlagene Wurzelteller und gesplittertes Holz. Am Samstag ging es in einen Privatwald in Gergweis an die Praxis. Hier hatte Kyrill große Schäden angerichtet, so dass die Teilnehmer das theoretisch Erlernte gleich anwenden konnten. Thomas Peter erläuterte verschiedene Schneidtechniken und führte diese vor, bevor die “Lehrlinge” selbst Hand anlegen durften. Revierförster Georg Richthammer machte die Männer mit den “Zehn Geboten zum sicherheitsbewussten Arbeiten” bekannt: den Arbeitsplatz planen und die erforderliche Ausrüstung festlegen, besonnen und überlegt vorgehen, sich notfalls Rat holen, möglichst in Wurfrichtung und von der Seite her arbeiten, bei aufeinander liegenden Bäumen von oben her beginnen, nicht unter hängenden Bäumen und angeschobenen Bäumen sowie unter ungesicherten Wurzeltellern arbeiten, Sicherheitsabstand zum arbeitenden Kollegen einhalten, im Verhau nur Trennschnitte führen und nur maschinell entzerren, hindernisfreie Rückweichen schaffen und auf einen sicheren Stand achten. Fachmann Thomas Peter demonstrierte an besonders heiklen und gefährlichen Fällen wie “Bäumen unter Spannung”, “nur teilweise gebrochenen Stämmen” sowie “hängenden Bäumen” die richtige Vorgehensweise. Unerlässlich, so stellte sich bald heraus, ist neben einer besonders umsichtigen Arbeitsweise der Einsatz einer Seilwinde. Sie schafft nicht nur Erleichterung beim Bewegen von Gewichten, sondern kann auch zum Sichern z. B. von Wurzeltellern verwendet werden. Zum Schluss entließen Georg Richthammer und Thomas Peter die Lehrgangsteilnehmer mit der Mahnung: “Übung tut Not” und dem Holzfällergruß “Im Holz viel Glück !”. Abschließend bedankte sich Josef Eineder im Namen der Feuerwehr Langenamming bei den Kursleitern und bei den Teilnehmern für ihr großes Interesse.